D wie Digitalisierung und U wie Unschärfe Kürzlich war es ein Beitrag auf dem lesenswerten, aber bislang weitgehend jenseits meines Wahrnehmungshorizontes existierenden, Blog der Münchner Kammerspiele, der mir eine Nachlese …
Liebe ist gemeinhin eine Bezeichnung für die stärkste Zuneigung, es geht um ein Gefühl, eine innere Verbundenheit. Und sie drückt sich in der Regel durch eine tätige Zuwendung aus. Wenn die Kulturkonsorten nun ihre erste Veröffentlichung mit dem Titel „All you tweet is love“ überschrieben haben, so geht es dabei eben um den Ausdruck einer besonderen Wertschätzung gegenüber der Kultur in ihren verschiedensten Erscheinungsformen, die das Publikum des 21.Jahrhunderts auch auf neuen Wegen artikuliert: im digitalen Raum, - auf Plattformen wie Twitter und mittels neuer Veranstaltungsformate wie den Tweetups.
Um es mit Jean Paul zu sagen: "Sprachkürze gibt Denkweite". Und um es in eigenen Worten zu sagen: es war eine spannende, bewegende, anstrengende und intensive Begegnung, ein Erlebnis der besonderen Art. Am 13.Dezember hatte das Residenztheater mir und vier weiteren Twitterern die Gelegenheit gegeben, als Statisten auf der Bühne einer Aufführung der "Flegeljahre" beizuwohnen und live von der Bühne zu twittern. Es war ein Erlebnis als wäre man aus dem Mond gefallen.
In der kommenden Woche dreht sich bei Twitter alles um die Second Stage, denn vom 9. bis 13. Dezember 2013 startet die erste Twitter-Theater-Woche Deutschlands. Mit dem Hashtag #TTW13 ist man hinter und sogar live auf der Bühne von fünf renommierten deutschen Theatern unterwegs. Mit dabei sind das Thalia Theater in Hamburg, das Staatstheater in Hannover, das Deutsche Theater in Berlin, das Schauspielhaus in Bochum und das Residenztheater in München – sie alle öffnen ihre (Twitter-) Pforten und ermöglichen einen exklusiven Einblick.