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Blog von Christian Gries / ISSN 2197-7747

Facetten einer digitalen Strategie: die Ausstellung „Utrecht, Caravaggio und Europa“ der Pinakotheken auf GOOGLE ARTS & CULTURE

Facetten einer digitalen Strategie: die Ausstellung „Utrecht, Caravaggio und Europa“ der Pinakotheken auf GOOGLE ARTS & CULTURE

Die Ausstellung „Utrecht, Caravaggio und Europa“ in der Alten Pinakothek, ist seit dem 05. Juni 2019 auch virtuell zu erleben. Während die Zusammenstellung der Originale nur noch bis zum 21. Juli 2019 in München zu sehen ist, bleibt die Ausstellung damit im Wesentlichen auch digital verfügbar.

Neue Wege der Ausstellungsvermittlung
Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen gehen in Kooperation mit Google Arts & Culture neue Wege der Ausstellungsvermittlung und bieten einen innovativen Zugang zur Kunst im digitalen Raum. Durch einen umfangreichen Auftritt auf der internationalen Plattform Google Arts & Culture wird die Zusammenschau der zahlreichen internationalen Leihgaben der Ausstellung „Utrecht, Caravaggio und Europa“ auch über den Ausstellungsort hinaus einem weltweiten Publikum zugänglich gemacht. Neben der Alten Pinakothek und dem Centraal Museum in Utrecht unterstützen weitere 18 Partner das Projekt mit Exponaten aus ihren Sammlungen, darunter die National Gallery of Arts in Washington D.C., das Musée du Louvre in Paris, die National Gallery in London, das Metropolitan Museum of Art in New York und das Rijksmuseum in Amsterdam.

Insgesamt 55 Werke der internationalen Leihgeber sind über die URL  g.co/pinacaravaggisti in eigens aufbereitete „Geschichten“ eingebettet. Der Auftritt kann am heimischen PC, mit dem Smartphone und über die App von Google besucht werden. Vor Ort machen Medienstationen in der „Europa-Lounge“ der Alten Pinakothek die Inhalte für Besucherinnen und Besucher verfügbar. Der Auftritt ergänzt die zahlreichen digitalen Angebote zur Ausstellung, die auf der eigens publizierten Microsite zur Ausstellung www.pinakothek.de/caravaggisti publiziert sind.

Mehr als 30 interaktive und multimediale Erzähleinheiten bringen die ausgestellten Werke nahe, berichten über das Leben der Maler in Utrecht und Rom und bieten einen vertiefenden und reflektierenden Zugang zu den Inhalten der Ausstellung. Die unterschiedlichen Formate wurden vom Ausstellungsteam in Zusammenarbeit mit den Kulturkonsorten erarbeitet und sind in deutscher sowie englischer Sprache abrufbar. Hochauflösende Aufnahmen führen Besucherinnen und Besucher zu versteckten Details ausgewählter Exponate: „Durch einen umfangreichen digitalen Auftritt bei Google Arts & Culture mit Filmdokumentationen, Virtual Reality Touren und spannenden Hintergrundgeschichten wollen wir für die Ausstellung und die Kunst der Caravaggisten begeistern. Dabei folgen wir der Devise, dass alle digitalen Formate letztlich zum originalen Kunstwerk führen sollen“, so der Kurator der Ausstellung Dr. Bernd Ebert. „Meisterwerke Caravaggios und seiner Nachfolger in dieser Zusammensetzung in der Alten Pinakothek zu sehen, ist ein ganz besonderes kulturelles Erlebnis! Daher freuen wir uns sehr, dass wir seit heute und über das Ende der Ausstellung hinaus Menschen weltweit die Möglichkeit geben, sie auch virtuell im Detail zu betrachten”, betont Simon Rein, Program Manager Google Arts & Culture.

Ein virtueller Rundgang durch die Ausstellung
Die gesamte Ausstellung wurde mit 360°-Ansichten dokumentiert und kann über Google Arts & Culture mit einem Smartphone und einem Cardboard als VR-Rundgang besichtigt werden. Die User erwarten eigens erstellte multimediale Touren mit interaktiven Raumansichten, Audioguide, Musik- und Filmaufnahmen sowie Detailansichten der Kunstwerke.

Virtuelle Tour durch die Ausstelling via Google Arts&Culture

Oper, Theater, Tanz und Musik digital erleben
Auch das ausstellungsbegleitende Rahmenprogramm, das sich durch die Verschränkung unterschiedlicher künstlerischer Disziplinen wie Malerei, Musik, Theater und Oper auszeichnet, ist über Google Arts & Culture erfahrbar. Zahlreiche Filmaufnahmen und Dokumentationen geben Einblicke in die künstlerische Arbeit der Bayerischen Staatsoper, der Hochschule für Musik und Theater München und Fokus Tanz. Ein besonderes Kunsterlebnis bietet die innovative Musik-Audioführung. Zu jedem Gemälde in der Ausstellung haben internationale Studierende der Hochschule für Musik und Theater München die emotionalen Inhalte der Bilder in Musik übersetzt. Vor Ort abrufbar über den Audioguide werden sie online in Auszügen aufgegriffen und erhalten mit „Making of“-Videos eine weitere Vertiefungsebene.

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Digitale Strategie der Pinakotheken: „Offen für Alle“ 
Mit der Kooperation mit Google Arts & Culture gehen die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen bedeutende Schritte im Rahmen ihrer digitalen Strategie. Im Sinne des zentralen Leitsatzes „Offen für Alle“ erfüllt die Präsenz der Ausstellungen auf Google Arts & Culture den Anspruch, den Zugang zu den Ausstellungsräumen mit digitalen Mitteln zu erweitern und zu erleichtern. Durch diesen Schritt kann auch denjenigen Interessenten, die aus verschiedenen Gründen die Ausstellung nicht besuchen können, ein – zumindest virtueller – Zugang zur Ausstellung ermöglicht werden.

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