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Iliou melathron

Blog von Christian Gries / ISSN 2197-7747

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My #Dailyvanish: Liebesbrief an die Vergangheit mit einem R4

[tweetable]Da wird man auf seine alten Tage noch zum Autoblogger[/tweetable]. Ich wollte ja schon immer mal wissen, wie sich das anfühlt. Und dass diese gewinnbringend auch in fremden Gefilden unterwegs sein können, habe ich nicht zuletzt bei Ulrike Schmid gelernt. Anlass und Aufforderung für dieses Posting kam aber von Sebastian Hartmann, der im Rahmen einer Blogparade nach Dingen forscht, die aus unserem Alltag verschwinden. Und da das Objekt, über das ich schreiben möchte, ganz klar über viele Jahre zu meiner Alltagskultur gehörte und längst ein Opfer des #Dailyvanish geworden ist, hier also mein Nachruf auf den guten alten Renault 4.

89plus – "The digital native Generation"

89plus ist ein langfristig konzipiertes, internationales Forschungsprojekt, das von Simon Castets (Jahrgang 1984) und Hans Ulrich Obrist (Jahrgang 1968) cokuratiert wird. Im Zentrum steht eine digitale Plattform, die von den beiden Kuratoren betreut und von vielen "digital participants" getragen wird.

#outofblue: Anmerkungen zu einem "Tweetup in einer Ausstellung, die es nicht gibt"

Am 21.10. hatten die Kulturkonsorten in Zusammenarbeit mit Marion Schwehr zu einem Tweetup im Haus der Kunst geladen, - in einer "Ausstellung, die es nicht gibt". In der stummen Leere eines unbespielten Raumes fand sich eine Runde geladener Twitterer zusammen, um sich konzentriert über eine Sammlung "mitgebrachter" Kunstwerke auszutauschen. Flankiert und vertieft wurde das gemeinsame Tun vom klugen Vortrag des Cicerone Stefan-Maria Mittendorf, der als Einziger bereits im Vorfeld über die ausgewählten Kunstwerke informiert worden war und über diese referierte.

Alfred Flechtheim – Kunsthändler der Avantgarde. Eine Ausstellung in 15 Museen und einer Website.

Ein mehr als spannendes Ausstellungsprojekt um eine zentrale Kunsthändlerpersönlichkeit der Avantgarde, die in den 20er Jahren einen kometenhaften Aufstieg erlebte. Eine bundesweite Inszenierung in 15 Museen und eine überaus deutliche Markierung im Digitalen: alfredflechtheim.com beleuchtet Biographie und Lebenswerk einer zentralen Galeristen- und Sammlerpersönlichkeit des 20.Jahrhunderts: Alfred Flechtheim (1878-1937).

Der vierte Stock im Literaturhaus München – über Sinn und Substanz und digitale Bühnen

Um es gleich zu sagen: das Literaturhaus hat nur drei Stockwerke, die jeweils über Treppe, Aufzug und Türen betreten werden können. Und dennoch liegt über dem Haus noch ein vierter Raum. Der digitale Raum. Er umgibt das Gebäude und alle darin stattfindende Kultur auf allen Seiten und Ebenen. Und er ist längst zu einem Tummelplatz geworden. Egal ob Lesung, Vortrag, Tagung, Festival oder Ausstellung, - dort treffen sich digital aktive Menschen und teilen mitunter Texte, Bilder, Videos und Kommentare, - über das Gebäude, Veranstaltungen, Themen, gerade erlebte Kultur.

#askacurator

Morgen, am 18.09. ist wieder der #askacurator Tag! Über Twitter können Kuratoren (und Veranstaltern) in Kultureinrichtungen Fragen gestellt werden. Ich habe schon mehrfach ("Fragen Sie den Kurator > #askacurator" und "Wer hat den Kurator befragt? Anmerkungen zum #askacurator Tag in Deutschland") darüber gebloggt und will mir auch dieses Jahr den Hinweis nicht ersparen.

LIKE IT ! – Fans und Follower kuratierten eine Ausstellung im ESSL MUSEUM

Die erste, mehr oder weniger durchgängig, von Facebook-Followern eines Museums kuratierte Ausstellung im deutschsprachigen Raum kommt aus dem MUSEUM ESSL in Klosterneuburg bei Wien: LIKE IT! Die Werkschau ist ab Oktober im Museum zu sehen und zeigt 100 Werke der eigenen Sammlung, - die von den Fans ausgewählt wurden. Kuratiert wird partizipatorisch in einem Team bestehend aus den Facebook-Freunden und dem Kurator Andreas Hoffer (Jahrgang 1956). Grundlage ist ein repräsentativer Querschnitt junger Kunst (Künstlerjahrgang ab 1973) aus der Sammlung mit Werken von Lukas Beyeler bis Osama Zatar. Dabei gehen die Akteure der Frage nach: "Wie wird aus den Kunstwerken mit den meisten Likes eine Ausstellung?"

Wissenschaftlicher Nachwuchs in den Digital Humanities: Ein Manifest

Anläßlich einer Tagung im Deutschen Historischen Institut in Paris zum Thema “Forschungsbedingungen und Digital Humanities: Welche Perspektiven hat der Nachwuchs?“ wurde ein Manifest ausgearbeitet, das den wichtigsten Herausforderungen und dringendsten institutionellen Erfordernissen gewidmet ist, die diesen Prozess kennzeichnen. Das auf dem Blogportal hypotheses.org publizierte Manifest macht deutlich, dass die "Digital Humanities den Übergang der Geisteswissenschaften ins digitale Zeitalter reflektieren. Sie schaffen nicht nur neue technische Werkzeuge, sondern eröffnen auch neue Wege, Wissen zu generieren und zu verbreiten, und dies sowohl innerhalb der einzelnen akademischen Disziplinen als auch über diese Grenzen hinaus".

Das "Handwriting Project" – mit Hans Ulrich Obrist auf Instagram

[tweetable]Kuratoren und Ausstellungsmacher können mit Socialmedia-Tools wie Instagram nichts anfangen, heißt es gerne[/tweetable]. Das Statement mag für Deutschland größtenteils zutreffen, - der global agierende Super-Kurator Hans Ulrich Obrist zeigt aber, dass es auch anders geht. Nicht zum ersten Mal beweist er sich als Pionier und Vordenker, auch in #Neuland.

In der "BAX" am Chiemsee – Vier Generationen Geiger

Ein 350 Jahre altes, wunderschön gelegenes, Bauernhaus am Chiemsee. Allein durch sein aus Bruchsteinen gefügtes Mauerwerk fällt es aus dem Reigen der umgebenden Bauernhöfe heraus. 1930 hat es Willi Geiger (1878-1971) als halb verfallene Ruine in desolatem Zustand erworben und wieder aufgebaut. Heute zeigt die Familie Geiger dort zuweilen Ausstellungen aus dem vielseitigen Werk der ganzen Künstlerfamilie. 2013 zum vierten Mal. Eine kleine Reise wert!
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