“Drawsomething” – Kunst via Smartphone

MT @museumpaige: Andy Warhol #ctm12 #drawsomething

MT @museumpaige: Andy Warhol #ctm12 #drawsomething

Immer wieder tauchen in meiner Timeline Tweets auf, die Kunstwerke aus den Museen der Welt in bunten Nachzeichnungen zeigen und die mit dem Hashtag #drawsomething ausgezeichnet sind. Wer also meint, dass man mit Smartphone oder Tablet nur passiv Inhalte konsumieren kann, irrt. Grund genug, dieser fröhlichen Rezeption einmal genauer nachzugehen.

“Smartphone erwünscht”: Von schwebenden Pferden, neuen Dimensionen, dem Ende der Wandtexte und “crowdsourced” Kuratieren

Hinweis auf der Website des MoMA

Hinweis auf der Website des MoMA

Wer kennt das nicht, – in einem Museum werden wir von einem freundlichen Wärter beim Eintritt darum gebeten das Handy wegzustecken: “Danke, ja, ich habe mein Smartphone ausgeschaltet” nicken wir dem bestimmend blickenden Herrn vorsorglich zu. Aus und vorbei?

Jahrelang haben die Institutonen ihr Publikum angewiesen, aus den unterschiedlichsten Gründen auf den Gebrauch der Geräte in den Ausstellungsräumen zu verzichten. Diese Direktive könnte nun in Frage gestellt oder umgekehrt werden. Dabei sind es nicht nur Funktionen wie Foto, WIFI oder Apps, die die Einsatzmöglichkeiten der Smartphones markieren.

Augmented Reality im Museum – der siebte Stock im MoMA

Um es gleich zu sagen, – das MoMA hat nur sechs Stockwerke. Der 7th Floor war eine rein virtuelle Ebene, die sich im Kontext der Aktion “Augmented Reality art invasion” den Besuchern des Museums eröffnete, die das Haus mit Ihrem Smartphone nach der “versteckten” Kunst durchstöberten.
Im Kontext des conflux psychogeoraphy festival hatten Sander Veenhof and Mark Skwarek im Oktober 2010 eine Guerrilla-Aktion als Augmented Reality Intervention im MoMA initiiert, die (ohne offiziellen Auftrag) den digitalen Raum im Museum “besetzte” und u.a. im 7ten Stockwerk des Hauses einen Skulpturengarten präsentierte. Die normalen, und nicht mit Smartphone (bzw. einer speziellen App: “layar augmented reality browser”) ausgerüsteten Besucher konnten die Ausstellung nicht sehen, – allen anderen eröffneten sich zahlreiche zusätzliche, wilde, Kunstwerke im geographischen Kontext des Hauses.