„Im Kaffeelöffel spiegelt sich die Sonne“. Ein Beitrag zu den Geschichten der Dinge

The-Internet-of-Things-Infographic

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Folgen wir der Prognose, so werden im Jahr 2020 zwischen 50 und 100 Billionen eindeutig identifizierbare physische Objekte mit dem Internet verbunden sein. Das Internet besteht also nicht nur aus menschlichen Teilnehmern (und den von Ihnen bereitgestellten Informationen), sondern auch aus Dingen. Für diese Feststellung hat sich der Begriff  ”Internet of Things” etabliert, der 1999 von dem englischen Technologie-Pionier Kevin Ashton eingeführt wurde. Das Internet der Dinge steht für eine Vision, in der das Internet in die reale Welt hinein verlängert wird und viele Alltagsgegenstände ein Teil des Internets werden. Dinge können dadurch mit Information versehen werden oder als physische Zugangspunkte zu Internetservices dienen, womit sich weitreichende und bis dato ungeahnte Möglichkeiten auftun” (zitiert nach: Friedemann Mattern, Christian Flörkemeier, Vom Internet der Computer zum Internet der Dinge). Aus der “Vision” und den “ungeahnten Möglichkeiten” ist längst Realität geworden. Diese wird dann immer wieder mal von euphorischen bis pessimistischen Prognosen gekontert, die den enormen Anstieg des Internettraffics zu markieren versuchen (á la: “Ende des Jahres 2011 generieren gerade einmal 20 typische Haushalte mehr Internet-Traffic, als das gesamt Web des Jahres 2008“).

Jahrbuch für Kulturpolitik 2011 Band 11 – Thema: Digitalisierung und Internet

Jahrbuch für Kulturpolitik 2011

Jahrbuch für Kulturpolitik 2011

Der 6. Kulturpolitische Bundeskongress zum Thema “netz macht kultur” – Kulturpolitik in der digitalen Gesellschaft im Frühjahr diesen Jahres (9. und 10. Juni 2011) war sicher eine der spannendsten Initiativen dieses Jahres.  Zu den Referenten in Berlin gehören u.a die Sozialwissenschaftler Gerhard Schulze und Geert Lovink, die Blogger Mercedes Bunz und Markus Beckedahl, MedienwissenschaftlerInnen wie Claudia Wegener und Karin Wenz, Kulturmanager wie Armin Klein und Tim Renner, Fachleute für Urheberrechtsfragen wie Jeanette Hofmann, Volker Grassmuck oder Oliver Castendy und mit Christoph Deeg und Christian Henner-Fehr Experten aus den Themenbereichen Web 2.0 und Crowdfunding. Ich selbst habe auf dem Kongress das Museumsportal München und die Wirksamkeit von Kulturportalen diskutieren können.

Der “NMC Horizon Report 2011″ (Museum Edition) und die Frage, wer an unseren Museen darüber nachdenkt.

Das New Media Consortium (NMC) als internationale Gemeinschaft von Experten für “educational technology” und hat in Zusammenarbeit mit dem Marcus Institute for Digital Education in the Arts (MIDEA) den neuen “NMC Horizon Report > 2011 Museum Edition” veröffentlicht. Der Report, der zweite aus der NMC Museum Serie, untersucht neue Technologien nach Ihrem Potential, Einsatz und Einfluß in Bildung und musealem Kontext.

Der Bericht wurde gerade auf der 2011 Museum Computer Network Conference in Atlanta, Georgia vorgestellt. Hintergrund und Entwicklungsgeschichte des Reports kann im flankierenden Wiki nachgelesen werden:

Who Might Change Museums?

Auch auf die Gefahr hin, dass auf meinem Blog zunehmend mehr ausländische Experten zu “Wort” kommen, so möchte ich das Forum doch nutzen, um spannende Meinungen, Positionen und Projekte in die deutsche Diskussionslandschaft einzubringen.

Neil Stimler scheint mir ein Experte zu sein, der es wert ist, gehört zu werden. Nicht nur, weil er als “Associate Coordinator of Images at Metropolitan Museum of Art”  (New York) wichtige Fragen zum Einsatz von New Media in Museen stellt, sondern auch weil er als maßgeblicher Mitdenker und Inspirator einer neuen digitalen Gesellschaft agiert:

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