#askacurator – Fragen an den Kurator im Museum 2014

16. September 2014

#askacurator am 17.09.2014
Wie schon seit einigen Jahren steht der 17.September auf Twitter und in vielen Kultureinrichtungen der Welt unter dem Motto: “Ask a Curator“. Über den Microbloggingdienst Twitter können morgen Kuratoren in ca. 600 Kultureinrichtungen aus fast 40 Ländern befragt werden. Das digitale Format wurde 2010 von Jim Richardson ins Leben gerufen und erlebt seitdem Jahr für Jahr mehr Zulauf.

Ask a Curator im Getty Institute: Die Kuratorin Karen Hellman weiß alles über Europäische Photographie im 19. Jahrhundert (Bildquelle: http://bit.ly/1qaskcn)

Ask a Curator im Getty Museum: Die Kuratorin Karen Hellman weiß alles über europäische Photographie im 19. Jahrhundert (Bildquelle: http://bit.ly/1qaskcn)

Länderranking – über Giganten und Zwerge
Seit 2012 wird das Format “Ask a Curator” von Mar Dixon maßgeblich initiiert,  protegiert und gemonitored.  Auf ihrem Blog gibt die us-amerikanische Socialmedia-Queen auch eine Statistik der aktuell teilnehmenden Länder und Institutionen. Wie nicht anders zu erwarten kommen die meisten teilnehmenden Institutionen auch 2014 aus den englischsprachigen Ländern USA (164) und GB (100), gefolgt von Spanien (57) und Kanada (51). Deutschland (28) steht mit Italien (26), Frankreich (24) und Australien (22) im stabilen Mittelfeld. Österreich (8) und die Schweiz (5) dümpeln im digitalen Abseits auf niedrigem Niveau.

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Große und kleine Institutionen
In Deutschland nimmt ein bunter Mix aus großen und kleinen Institutionen am Format teil. Mit dem Deutschen Historischen Museum in Berlin, der Schirn in Frankfurt und den Pinakotheken in München sind die Einrichtungen über das ganze Bundesgebiet gestreut und vereinen große wie kleine Institutionen. Ungeachtet der Größe dürfte das Format für alle Einrichtungen ein spannendes Format markieren, das eigene Haus einem weiteren Besucherkreis vorzustellen und auf aktuelle oder grundlegende Themenstellungen aufmerksam zu machen. Mit wenig Aufwand und einer Handvoll kluger Tweets kann ein neugierige internationale Community bespielt werden. Gut vorbereitet haben die Veranstaltung dieses Jahr Einrichtungen wie das Getty Institute oder die Schirn, – nicht nur, weil sie in den Ankündigungen deutlich machen, dass sie die Möglichkeiten des Digitalen verstanden haben, sondern auch weil sie schon vorab die Kuratoren vorstellen, die befragt werden können.

Erfolgreich teilnehmen
Während das Format für viele internationale Museen eigentlich schon Standard ist und sich unaufwendig in die praktizierte digitale Kommunikation (zumal via Twitter) einreiht, bedeutet es für manche Einrichtung im deutschsprachigen Raum noch Neuland. Daher greife ich ein paar schon früher gemachte Anmerkungen auf und wiederhole eine Handvoll Anregungen zur erfolgreichen Teilnahme:

  • idealerweise mit einem bereits aktiven Twitteraccount (und einer etablierten Community) starten
  • im Vorfeld die Teilnahme am Event aktiv und crossmedial ankündigen (nicht nur bei Mar Dixon, sondern auch auf der eigenen Website und im eigenen 2.0-Netzwerk). Die eigene Community über die Teilnahme informieren und zur Vorbereitung von Fragen auffordern.
  • es wird vom Publikum dankbar aufgenommen, wenn auch kommuniziert wird, welche Kuratoren für die Fragen zur Verfügung stehen (und eventuell welche Themen besonders gut beantwortet werden können)
  • innovative Lösungen für die Antworten suchen, – die Antwort muss nicht immer in 140 Zeichen passen und auf Twitter gehalten werden (Antworten kann man auch in andere Medienformate (wie Hörbeiträge, Kurzvideos, etc.) betten und dann twittern)
  • über den Hashtag #askacurator der Diskussion auf Twitter folgen (nicht nur die eigenen Mentions abfragen)
  • nicht nur auf die ankommenden Fragen antworten, sondern aktiv in die Diskussion einsteigen (ohne weiteres kann man auch fremde Fragen/Tweets beantworten)
  • die Antworten ggf. über gute Hashtags weiter streuen
  • eventuell über eine Twitterwall im Museum auf den Real-Time-Event aufmerksam machen und dem nicht-twitternden Publikum die Möglichkeit zum Mitlesen geben
  • eventuell über “Twitterscouts” im Foyer das “analoge” Publikum zum Mitmachen animieren (nach dem Motto: “wir twittern Ihre Frage”)
  • nachhaltige Dokumentation der Teilnahme (die Tweets können z.B. über Tools wie Storify “archiviert” und in die eigene Website eingebettet werden)




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