Icebucket – Spenden zur Erforschung von ALS

28. August 2014

Nun hat sie mich also auch erreicht, die #Icebucketchallenge. Felix Wegener hat mich nominiert, – und das obwohl ich jenseits von Eis und Netz unter Sonne und blauem Himmel im Urlaub sitze.

#Icebucket
Im Grunde konnte man dem Thema #Icebucket in den letzten Wochen nicht mehr aus dem Wege gehen. Wer im Netz unterwegs war, wurde zwangsläufig mit dem längst viral funktionierenden Kaltwasserduschen und den unterschiedlichsten Perspektiven menschlicher Selbstdarstellung konfrontiert. In knapp 1,5 Monaten waren weltweit über 28 Millionen Facebook-Nutzer in die Diskussionen rund um die Challenge involviert, haben ca. 2,4 Millionen Videos erstellt, geliked, kommentiert und geteilt.  Nach Angaben der ALS Association (Quelle: Der Standard) sind mit der Eiskübel-Aktion inzwischen 62,5 Millionen Dollar (Stand Samstag) zusammen gekommen. 

Jenseits dieses Hypes haben mich aber auch die Schicksale von Betroffenen interessiert, die an der unheilbaren Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) erkrankt sind. Und wer sich damit beschäftigt erahnt die Heimtücke und Dramatik dieser Krankheit, – und die Kraft der Betroffenen, diesem Schicksal zu begegnen.

Der Maler Jörg Immendorf 
2007 ist der große deutsche Maler Jörg Immerndorff mit 63 Jahren in Düsseldorf gestorben. Der Künstler litt an an einer Krankheitsvariante von ALS, die zu einer fortschreitenden Störung der motorischen Funktionen des Körpers führte: zunächst der linken Hand, der Arbeitshand des Künstlers, und in in den letzten Monaten zur Lähmung von Armen und Beinen. Mit dem Verlust der Sprache, der natürlichen Nahrungsaufnahme und aller motorischen Leistungen mit Ausnahme der Augenmotorik gilt die ALS als eine der schwerwiegendsten und bisher nicht heilbaren Erkrankungen der neurologischen Medizin.
Immendorf spendete Geld für ein Forschungsstipendium zur Untersuchung der Krankheit und brachte sein Leiden 2004 gemeinsam mit Regisseur und Aktionskünstler Christoph Schlingensief in der Produktion „Kunst und Gemüse, A. Hipler. Theater ALS Krankheit“ in der Volksbühne Berlin zur Aufführung: Die Hauptdarstellerin Angela Jansen litt selbst an der Nervenkrankheit ALS und lag in einem Bett mitten im Publikum. Über augengesteuerte Computertechnik kommunizierte die damals 48-Jährige mit ihren Mitspielern und den Zuschauern. «Ich bin nicht krank, ich kann mich nur nicht bewegen», sagte sie damals. 

Angesichts der unfassbaren Dramatik der Krankheit mag jeder selbst beurteilen, wieweit die Selbstdarstellungsvideos der Challenge ein Gegenüber markieren. Wenn die Sache aber Geld zur weiteren Forschung einbringt, mache ich mit. Meine Spende geht auch aus dem Urlaub klar:

Spendenkonto:
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
IBAN: DE38 6602 0500 0007 7722 00
BIC: BFSWDE33KRL
Kontonummer: 777 22 00
BLZ: 660 205 00

Nachnominieren tue ich niemanden. Spendet selber und ohne Einladung. Alle.

Wichtige Links im Kontext:
ALS Association
Deutsche Gesellschaft für Muskelerkrankung e.V. über ALS

 

 



Kommentar hinterlassen

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen