Open Authority im Chicago History Museum

1. Dezember 2013

NBC ChicagoOpen Authority im Chicago History Museum, wo das Publikum derzeit über eine künftige Ausstellung abstimmen kann: “Chicago History Museum launches ‘first of its kind’ crowdsourcing project for new exhibit”.

Ein “crowdgesourctes” Ausstellungsthema 
Das Museum hat ein öffentliches Voting über das Thema einer kommenden Ausstellung ausgeschrieben: die Teilnehmer konnten zunächst eigene Themenvorschläge einreichen, die nun derzeit über Facebook und einen frei zugänglichen Fragebogen auf der Website des Museums abgestimmt werden. Zur Wahl stehen Ausstellungsthemen aus den Bereichen “Culture” (Chicago Authors, Music), “Events” (Probition Era, The Great Chicago Fire), “People” (Chicago’s Women, Neighborhoods) und “Places” (Architecture, Marshall Field’s)”.
Der Direktor des Museums. Gary Johnson, will mit der Aktion einen neuen Ansatz des Hauses deutlich machen: “Chicago is our community and we thought we’d go straight to Chicago to say ‘give us a new assignment. (…) We live in an era of crowdsourcing. I don’t think museums are taking full advantage of that. We’ve got plenty of ideas, but you spend a fortune hiring people to help you figure out what people want. We live in a world where we can find out directly what they want.

The Chicago History BowlThe Chicago History Bowl
Die Crowdsourcing-Aktion läuft unter dem Namen “The Chicago History Bowl” und unterscheidet mehrere Projektschritte: in der ersten Phase konnte die Öffentlichkeit Themen vorschlagen, die einen Chicago-Bezug aufwiesen und eine Relevanz für das familienorientierte Museum besaßen. In der jetzt laufenden zweiten Phase wurden die Eingaben von der Museumscrew bewertet und eine Endauswahl von 16 Themen definiert, die nun über mehrere öffentliche Abstimmungsrunden immer weiter selektiert werden.

chicago_fireReichweitenstarke Partner
Bei der Umsetzung der Aktion hat das Museum reichweitenstarke Partner wie den TV-Sender NBC Chicago, auf dessen Facebookseite die Umfrage läuft und die die Aktion medial begleiten. Das Chicago Museum selbst reflektiert das Voting auf der eigenen Facebookseite und via Twitter über laufende Postings und Kommentare. Reichhaltige Impulsgeber für die Themenfindung waren sicher dabei auch die Präsenzen des Museums auf Pinterest und auf Tumblr, die zahlreiche Themen über entsprechendes Bildmaterial illustrieren.

Ein “Blueprint” für andere Museen
Dewey Blanton vom Dachverband der American Alliance of Museums bewertet die Initiative in Chicago als “Blueprint” für andere Museen, die Ausstellungen crowdsourcen wollen: “It may prove to be effective and a good way to build public engagement“. Nach dem Brooklyn Museum und Projekten wie den “100 Toys” oder “Travelling Couches” ein weiteres Beispiel für eine Initiative, wie us-amerikanische Museen mit dem Thema Crowdsourcing experimentieren.



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