"Ilsebill salzte nach": stARTcamp München am 20. April 2013

20. März 2013
stARTcamp 2013 in München

stARTcamp 2013 in München

Am 20. April veranstalten die Kulturkonsorten zum zweiten Mal ein stARTcamp in München. Die Veranstaltung folgt einem erfolgreichen Veranstaltungsformat, das 2012 die Tagung “aufbruch. museen und web 2.0″ flankiert und erweitert hat. Partner der Veranstaltung ist wie die Jahre zuvor die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern.

Zielgruppen: Museen, Galerien, Theater, Bibliotheken, Wissenschaftler, Blogger, Kreative …
Das BarCamp richtet sich an kultur- und medienaffine Menschen bzw. Institutionen aller Couleur aber auch Wissenschaftler, freie Kreative, Künstler, Blogger, Journalisten, etc.. Die Veranstaltung wird nach klassischen Camp-Regeln abgehalten, – d.h. Speaker und Vorträge können zwar angemeldet und vorgeschlagen, werden aber erst am Veranstaltungstag final festgelegt. Bei vielen unserer Tagungen und Camps wurde immer wieder die Bitte nach mehr und noch mehr und ausführlicheren Gesprächsräumen für den gemeinsamen kritischen Austausch laut. Das stARTcamp markiert genau diesen Raum und bringt eine Menge Erfahrungs- oder Bedenkenträger bzw. Anwender zusammen.

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Themen: Kultur 2.0
Beim stARTcamp geht es immer gerne um alle Erscheinungsformen, Strategien und Instrumente, die den Themenraum des klassischen Internets und Web 2.0 befüllen. Laien und Profis treffen Berater, Marketingexperten, Unternehmer, Schauspieler, Erfinder, Entwickler, Journalisten, dazwischen Philosophen, Geisteswissenschaftler, Musiker und Visionäre, – ein wilder Haufen also, der gerade in dieser unstrukturierten Konfrontation jede Menge Expertise und Anregung frei setzt. Jeder Fragende ist mit seinen Rätseln willkommen, wie auch jeder Experte gerne über seine Fallstudien oder Best-Practice reden kann. Wer also gerade nicht versteht, warum er auf Facebook Follower verliert oder ob er mit seinen digitalen Initiativen den richtigen Ton trifft, sollte auf dem stARTcamp Antworten bekommen. Wer wissen will, wie man Budenzauber im Web 2.0 veranstaltet, wird zauberhafte Inspirationen bekommen. Wer wissen will, wie man via Facebook, Twitter und Pinterest die richtige Geschichte erzählt, wird Erfahrungen sammeln können. Und wer keine Antworten sucht, wird wenigstens eine Menge Fragen finden. Und für die, die gar nichts suchen, gibt es viele nette Menschen, ein warmes Mittagessen und eine Showeinlage.

Die wichtigsten Daten zum Camp noch einmal auf einen Blick:
stARTcamp München am 20. April, 9 h bis ca. 18h
Ort: Alte Münze und Alter Hof, München
Tickets für 25 EUR gibt’s hier
alle Infos: http://kulturkonsorten.de/veranstaltungen/startcamp-munchen-2013

salzIlsebill salzte nach
Ja, und was ist jetzt mit Ilsebill? Tja, liebe Leser, – das ist der erste Satz aus dem “Butt” von Günter Grass (München 1977). Ein kleiner Satz, der übrigens 2007 von der “Initiative Deutsche Sprache” und der “Stiftung Lesen” zum schönsten ersten Satz (deutschsprachiger Romane) gewählt wurde. Drei Wörter. Und doch macht er sofort Lust auf mehr, zieht einen in eine Geschichte hinein:
es geht offenbar um etwas Grundsätzliches. Um’s Essen. Um etwas, dem wohl die Würze fehlt, das langweilig schmeckt. Oder gar nicht. Oder es geht um Gefühle, – eine Köchin, die verliebt ist, und die deshalb zu viel Salz benutzt. Oder die Sache mit der Omnipräsenz in mehreren Erzählebenen: „Ich, das bin ich jederzeit“. Drei kleine Wörter, die Weltliteratur eröffnen, – die auf den folgenden Seiten eine viertausendjährige Menschheitsgeschichte erzählen: “Mit dem ersten Satz wird der Stein ins Rollen gebracht. Der erste Satz ist Versprechen, Duftmarke, Rätsel, Schlaglicht – kurz: der Brühwürfel, mit dem die ganze folgende Suppe gekocht wird.” Nun ist es nicht unbedingt so, dass ich hier ansatzlos für einen besonders wertvollen ersten Satz plädieren möchte, – auch wenn irgendwie jeder Tag und jeder Post wieder mit einem ersten Satz beginnt. Aber es geht eben doch auch darum, das eigene Publikum für neue Gerichte oder Instrumente zu begeistern, sie von neuen “Rezepten” zu überzeugen und eben auch mal eine Suppe zu kochen, die bislang keiner kannte. Das Publikum in eine Geschichte zu ziehen, sie neugierig zu machen, Duftmarken oder Schlaglichter zu setzen – und sei es, indem man die bereits gekochten Speisen eben nachsalzen möchte oder muß. Im Zweifel auch mal einen eigenen Brühwürfel erfinden. Insofern ist das stARTcamp wie eine Küche, – und wir laden Sie zum Rezepte tauschen und zum Kochen ein. Der Tisch ist gedeckt. Jetzt kommt zum Essen, Kinder!



3 comments

  1. Oh ja, es ist schon eine große Kunst. Diese ersten Sätze, die einen neugierig machen. Und ich warte schon voller Ungeduld, dass endlich der 20. April kommen möge :-)
    Bin gespannt, was dann alles passieren wird.

    Herzliche Grüße von der Herbergsmutter Anke

  2. Bin auch dabei, mit meinen Kollegen Lisa und Jochen von LiveQR, und wir freuen uns sehr auf spannende Einblicke und Erfahrungsaustausche im Bezug auf Social Media und Neue Medien im Kulturbereich! Auf bald

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