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Iliou melathron

Blog von Christian Gries / ISSN 2197-7747

Open Access für den Süden: „Coding da Vinci“ in Bayern und Baden-Württemberg

Open Access für den Süden: „Coding da Vinci“ in Bayern und Baden-Württemberg

Impulsgeber der Digitalisierung

Nicht erst seit der Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes (2018) zählt der Kulturhackathon „Coding da Vinci“ zu den wesentlichen Impulsgebern und Motoren der Digitalisierung in Deutschland. In einer Vielzahl von Veranstaltungen hat der Hackathon geradezu eine Landschaft von Ideen und Anwendungen im Themenfeld Open Access für Kultureinrichtungen produziert. Das Themenfeld hat auch in Bayern und Baden-Württemberg noch eine Menge an notwendiger Entwicklungsfläche und so ist es mit Freude festzustellen, wenn sich hier seit Wochen große und kleine Einrichtungen als Datengeber identifizieren:

https://twitter.com/Pinakotheken/status/1087266068975050752

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Coding da Vinci

Coding da Vinci entstand 2014 in Berlin als Gemeinschaftsprojekt von digiS, der Wikimedia Deutschland, der Deutschen Digitalen Bibliothek und der Open Knowledge Foundation Deutschland und mit dem Ziel, Kulturinstitutionen mit EntwicklerInnen, DesignerInnen, GamerInnen und (Digital-)Kulturbegeisterten zusammen zu bringen, um aus den digitalen Sammlungen und offenen Datensätzen von Kultureinrichtungen innovative Anwendungen zu kreieren. In den vergangenen Jahren stieg das Interesse für diese Initiative stetig an. Zweimal wurde der Hackathon als bundesweites Event in Berlin von den Gründungspartnern durchgeführt. Mit Coding da Vinci Nord (seit 2016), Coding da Vinci Ost (2018) und dem Coding da Vinci Rhein-Main (2018) sind bereits diverse Regionalausläufer ins Feld gezogen. Mit Coding da Vinci Süd kommt der bedeutendste deutsche Kultur-Hackathon zum ersten Mal in den Süden Deutschlands, nach Bayern und Baden-Württemberg. Zur Umsetzung hat sich nicht nur eine Phalanx großartiger Veranstalter organisiert, sonder auch eine ganze Reihe spannender Datengeber registriert, die derzeit an den eigenen Datensätzen arbeiten, um diese für eine optimale Nutzung aufzubereiten.

Update: Livestream zum Event

Der Kickoff zum Coding da Vinci Süd in München wird per Livestream übertragen: https://www.kulturkonsorten.de/2019/04/02/livestream-coding-da-vinci-sued-2019-in-muenchen/. Die Twitterwall zum Kulturhackathon liegt bei Tweetwally: http://cdvsued.tweetwally.com/

Open Access – die freie Verfügbarkeit von Kulturdaten

Die freie Verfügbarkeit und Nutzbarkeit von Kulturdaten steht im Focus des Formats. Dazu vernetzt Coding da Vinci technikaffine und kulturbegeisterte Communities mit engagierten Kulturinstitutionen, damit sie gemeinsam das kreative Potential wecken und entfalten, das in unserem digitalen Kulturerbe schlummert. Die Anzahl und Bandbreite der skizzierten und realisierten Projekte seit der Gründung des Formats ist beeindruckend. Zuletzt habe ich das Fahrkartentool aus dem Technikmuseum Berlin hier im Blog vorgestellt.

Fördermittel für den digitalen Wandel

Bei der Gestaltung der Digitalisierung im eigenen Haus gibt es für Kultureinrichtungen viele Fragen, – mittlerweile aber auch schon eine ganze Reihe guter Antworten. Für viele Einrichtungen steht z.B. auch die Frage nach einer Finanzierung im Fokus. Hilfreich dazu sind Angebote wie der Aventis Foundation (Region Frankfurt Rhein-Main) und des antragsoffenen Fonds Digital der Kultursttiftung des Bundes, der sich an öffentlich geförderte Kultureinrichtungen aller künstlerischen Sparten richtet, die „bereits erste digitale Strategien entwickelt sowie digitale Angebote wie etwa Online-Sammlungen, Social Media oder Apps umgesetzt und erprobt haben“. Das dreiteilige Programm „Kultur Digital“ verfolgt grundsätzlich einen Open-Access, Open-Content und Open-Source Ansatz und umfasst den „Fonds Digital“, den Kulturhackathon „Coding da Vinci“ sowie die „Akademie für Digitalität und Theater“ in Dortmund. Der Fonds Digital soll Verbünden von mindestens zwei Kulturinstitutionen ermöglichen, begonnene Veränderungsprozesse auszubauen, mit neuen digitalen Ästhetiken und Ausdrucksformen zu experimentieren sowie die digitale Profilierung weiter voranzutreiben. Gefördert wird die Entwicklung und Umsetzung digitaler Vorhaben in den Bereichen digitales Kuratieren, digitale künstlerische Produktion, digitale Vermittlung und Kommunikation. Die Häuser arbeiten im projektbezogenen Verbund von mindestens zwei Kultureinrichtungensowie mit Expertinnen und Experten für Digitales zusammen, um sich neue Kompetenzen anzueignen, Wissen und Inhalte auszutauschen und in offenen Netzwerken zu veröffentlichen.

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